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VHS.Wissen.live

Erstellt am: 07.08.2026 - 09:59 Uhr

Die Veranstaltungen sind kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. 
So funktioniert es: Melden Sie sich auf unserer Webseite zu der Veranstaltung an. Im Anschluss erhalten die Zugangsdaten. Für die Teilnahme an den vhs.Web-vorträgen benötigen Sie ein Gerät wie einen PC, einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone mit Lautsprechern oder Kopfhörern. Darüberhinaus ist eine stabile Internetverbindung erforderlich. 

„Totaler Umbruch - Stasi, Neonazi, Neuanfang“ | am Mittwoch, 16.09.2026 von 19:30—21:00 Uhr
www.vhs-dahme-spreewald.de/kurssuche/kurs/C11-336-03

Kursbeschreibung: Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt.
Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch.
Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema.
Nadja Klier wurde 1973 in Dresden geboren. Sie ist Tochter der DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier. 1988 wurde sie mit ihrer Familie nach jahrelanger Überwachung aus politischen Gründen aus der DDR ausgewiesen. Über Nacht veränderte sich für die Jugendliche alles. Nadja Klier arbeitet seit vielen Jahren als Fotografin, Autorin und Filmemacherin. 2021 rief sie die „DDR-Box“ ins Leben. Das Portal zielt darauf ab, die Geschichte der DDR möglichst authentisch für Jugendliche darzustellen.
Ingo Hasselbach wuchs in einem privilegierten DDR-Elternhaus auf. Sein Vater arbeitete als Redakteur beim Rundfunk der DDR und war 1964 aus der Bundesrepublik in die DDR übersiedelt, seine Mutter war Journalistin bei der Nachrichtenagentur ADN. Seine Kindheit verbrachte er im Prenzlauer Berg, ab 1971 lebte die Familie gegenüber des Stasi-Komplexes in Berlin Lichtenberg. Hasselbach erlebte als Jugendlicher staatliche Repression, insbesondere aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Punk-Szene. Schule und Jugendzeit waren von Ausgrenzung, Bestrafung, der Unterbringung in einem Kinderheim und der Einweisung in einen Jugendwerkhof geprägt. Zwischen 1986 und 1989 folgten mehrere Gefängnisaufenthalte, während derer er sich radikalisierte. Anfang der 1990er-Jahre entwickelte sich Hasselbach zu einer führenden Figur der Neonazi-Szene in Berlin. Sein Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene im Jahr 1993 war mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden.
Moderation: Knut Elstermann, geboren 1960, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er verfasste Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt in Berlin.

„Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen“ | am Donnerstag, 17.09.2026 von 19:30—21:00 Uhr
www.vhs-dahme-spreewald.de/kurssuche/kurs/C12-342-03

Kursbeschreibung: Im April 2027 finden in Frankreich die Präsidentschaftswahlen statt. Emmanuel Macron darf laut Verfassung nicht mehr als Kandidat antreten. Was hat er in seiner Amtszeit erreicht? An welchen Vorhaben ist er gescheitert? Wie blicken die Franzosen auf seine Amtszeit? Wie hat sich in seiner Präsidentschaft das deutsch-französische Verhältnis entwickelt? Und was und wer wird nach ihm kommen? Diese Fragen diskutieren die Journalistinnen Helene Bubrowski und Michaele Wiegel. Helene Bubrowski ist Chefredakteurin bei Table Media und ab 2027 Herausgeberin der FAZ. Michaela Wiegel ist Auslandskorrespondentin der FAZ für Frankreich

„Kunst im Ohr - Ein Livestream für alle Sinne 3“ | am Mittwoch, 23.09.2026 von 19:30—21:00 Uhr
www.vhs-dahme-spreewald.de/kurssuche/kurs/C26-322-03

Kursbeschreibung: Seien Sie dabei, wenn sich Freundinnen und Freunde der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen. Durch die Veranstaltung führen Andrea Weniger, die die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle leitet und Jochen Meister, der an der Neuen Pinakothek in München arbeitet. Beide sind Kunsthistoriker mit langjähriger Erfahrung in der Kunstvermittlung. Bereichert wird die Runde durch Claudia Böhme, Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung, die neue Impulse einbringt.

Diesmal widmen wir uns zwei Frauenfiguren von Edgar Degas (1834–1917). Wir vergleichen das Gemälde „Die Büglerin“, um 1869, aus der Neuen Pinakothek in München mit der Pastellzeichnung „Vor dem Spiegel“, um 1889, aus der Hamburger Kunsthalle. Vielleicht blicken Sie danach etwas anders aufs Bügeln oder ins eigene Spiegelbild! Denn: In beiden Kunstwerken geht es um Arbeit, einmal um Lohnarbeit und ein anderes Mal um Körper- bzw. Schönheitsarbeit. Damit eröffnen die Bilder unterschiedliche soziale Räume und Zuschreibungen. 

„STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ | am Mittwoch, 30.09.2026 von 19:30—21:00 Uhr
www.vhs-dahme-spreewald.de/kurssuche/kurs/C11-338-03

Kursbeschreibung: Eines der mysteriösesten und bekanntesten Bauwerke der frühen Menschheitsgeschichte ist das Megalith-Bauwerk Stonehenge in England. Vom 18. September 2026 bis zum 29. August 2027 präsentiert die Archäologische Staatssammlung mit der Ausstellung „STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ moderne Forschungserkenntnisse zum weltberühmten Steinkreis! Kurator Dr. Heiner Schwarzberg führt Sie virtuell durch die Sonderschau mit vielen originalen Funden. Gemeinsam entdecken Sie die Entwicklung der Anlage und die Menschen dahinter, die diese vor über 5000 Jahren geschaffen und genutzt haben. Heiner Schwarzberg ist ein deutscher Prähistorischer Archäologe. Er leitet die Abteilung Vorgeschichte an der Archäologischen Staatssammlung in München. In Kooperation mit der Archäologischen Staatssammlung und der Staatlichen Museumsagentur Bayern.

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